Alopezie ist die häufigste entzündliche Haarausfallerkrankung und kann in jedem Lebensalter auftreten, vorzugsweise im Alter zwischen 10 und 30.
Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall) ist eine Erkrankung des Iimmunsystems, die zu einem runden, lokal begrenztem Haarausfall führt. Bei über 80% der betroffenen Personen beginnt der Haarausfall mit einer oder mehreren kleinen runden Kahlstellen am Kopf, bei Männern auch in Bartbereich. Diese kahlen Flecken können sich entweder ausbreiten oder wieder zuwachsen. Bei kreisrundem Haarausfall unterbinden die weißen Blutkörperchen die Zufuhr von Nährstoffen an den Haarfollikeln, was zum Stillstand der Wachstumsphase führt. Die betroffenen Follikel nehmen in ihrer Größe deutlich ab und verringern ihre Produktion so erheblich, das kein Haar mehr prododziert werden kann. Häufig bestehen zusätzlich Veränderungen der Fingernägel mit Grübchen, Rillen oder sandpapierartigen Aufrauungen.
Es wird geschätzt, dass ca. 1 - 2 % der Weltbevölkerung in schon einmal in Ihrem Leben mit Alopecia areata konfrontiert war oder ist. Das sind weltweit über 70 Millionen Menschen, davon leben ca.500.000 (6,2%) in Österreich!
Ursachen der Alopezie
Die genauen Ursachen dieser Krankheit sind noch nicht genau erkannt.
Man nimmt an, dass die Immunzellen, die sich eigentlich um die Abwehr von Vieren, Bakterien und andere Krankheitserreger kümmern sollen, ihre Aktivität gegen die Zellen in den Haarwurzeln richten. (Störung des Immunsystems/Autoimmunreaktion)
Die Haare werden vom Immunsystem als “Fremdkörper“ erkannt und deshalb abgestoßen.
Der Grund ist eine Entzündungsreaktion, die das Haarwachstum unterbricht und schließlich zum Haarausfall führt. Bei vielen Menschen wachsen die Kahlen Stellen auch ohne Behandlung wieder zu und sind daher auch zeitlich begrenzt.
Jedoch kann der Haarausfall auch weiter fortschreiten und zum Verlust aller Kopfhaare (Alopecia totalis) oder auch zum Verlust aller Körperhaare (Alopecia universalis) führen.
Auswirkungen auf das Leben
Alopecia areata bezieht sich “nur“ auf den Haarverlust, und schränkt das Leben der Betroffenen kaum ein. Da unsere Gesellschaft jedoch von Schönheitsidealen stark geprägt ist, wird der Haarverlust für die meisten Betroffenen als psychische Belastung erlebt. Somit stellt die Krankheit emotional gesehen eine enorme Herausforderung für Betroffene, aber auch ihre Angehörigen dar. Aus Erfahrung mit Kunden die an einer Alopezie leiden, weiß ich, wie wichtig Haare für das Selbstvertrauen und Auftreten sind. Bei vielen von Alopecia areata Betroffenen entsteht durch den Haarverlust ein Gefühl der Scham, oft fühlen sich Betroffene nicht mehr attraktiv oder gar minderwertig. Oft fühlt man sich von der Gesellschaft nicht vollwertig akzeptiert, oder hat Angst davor, bloß gestellt zu werden und manchmal fühlt man sich auch als Außenseiter. Diese Gefühle sind völlig verständlich und normal, sie können jedoch sehr stark die Lebensqualität vermindern.
Weitere Informationen zum Thema Alopezie finden Sie auf www.alopeciaareata.at